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  • Sven Thomann

Der alltägliche Bus-Wahnsinn


Um bei den olypischen Spielen von A nach B zu kommen gibt es für uns Fotografen und Journalisten ein Bussystem, das die einzelnen Wettkampfstätten, Hotels und Pressezentrum miteinander verbindet. Es wäre spannend, wieviele Stunden man nach knapp 3 Wochen in diesen Bussen verbracht hat. Von meinem Hotel ins MPC (Main Press Center) ist man ca. eine Stunde unterwegs. Ebenso vom Hotel zu den alpinen Speedwettbewerben. Das ganze System hat aber, vor allem an Anfang, auch so seine Tücken. Mit meinem schreibenden Kollegen bin ich am Tag der Abfahrt morgens um 8 mit dem Bus nach Jeongseon, wo die Rennen sind, gefahren. Kaum fünf Minuten nach Abfahrt kam die Mitteilung, dass das Rennen abgesagt ist. Der Bus fährt natülich trotzdem weiter. Vor Ort haben wir dann bei den Athleten Stimmen zur Absage eingefangen und wollten uns danach wieder auf den Heimweg machen. Pünktlich waren wir auf dem Busparkplatz um den 13:10 Uhr Bus zu besteigen. Nur war leider weit und breit kein Gefährt zu sehen. Auch von den sonst so zahlreich umherschwirrenden Volunteers keine Spur. Nach einiger Warterei sind wir dann wieder zum Athletenhotel. Nach einigen Telefonaten der dortigen Helfter wurde uns eröffnet, dass keine Busse mehr fahren, da das Rennen ja nicht stattfindet. Das Fotografen und Journalisten, welche schon vor Ort waren, wieder weg müssen, war nicht eingeplant. Also mussten wir uns ein Taxi bestellen, welches erst vom ca. 30 Minuten entfernten Jinbu kommen musste.

Etwas ähnliches passierte einer Kollegin der Agentur Keystone. Nach einem Spiel der Schweizer Frauen-Hockeynati wollte sie mit einigen anderen Journalisten morgens um 1 Uhr wieder ins eine Stunde entfernte Hotel fahren. Der Gruppe wurde eröffnet, dass der nächste Bus erst um 6 Uhr morgens fährt. Nach langem Hin und Her fand sich offenbar noch ein Fahrer, der gewillt war, alle nach Bokwang zu fahren und so waren alle um 4 Uhr endlich im Hotel.


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